Die Gefahr aus dem Masthähnchen –
wird auch Wietze von krankmachenden Bakterien überschwemmt werden?

 

von Harald Kieckbusch, Fachkrankenpfleger für operative und
internistische Intensivmedizin und Anästhesie

 

 1. Einleitung

In diesem Artikel möchte ich auf einen Aspekt in der Schlachthofdebatte eingehen, der bisher immer nur angedeutet wurde: die Verwendung von Antibiotika in der sog. Intensivtierhaltung, die sich daraus entwickelnden Resistenzen (was ist eigentlich eine Resistenz?) und den resultierenden Problemen für die Gesundheit des Menschen. Wie so viele andere Aspekte der Massentierhaltung liegt es natürlich nicht im Interesse des Schlachthofbetreibers, wenn zwischen der exzessiven Produktion von Billig-Hähnchenfleisch und der Erkrankung von Menschen Verbindungen bestehen könnten.
Lieber gaukelt man dem Verbraucher eine angebliche Hochwertigkeit der Produkte vor, in dem man in der Bewerbung des Schlachthofes beispielsweise auf eine lückenlose Kontrolle “vom Ei bis zum Fertigprodukt” hinweist. Dazu noch ein paar schöne gestellte Bilder und es entsteht der Eindruck eines gesunden und hochwertigen Produktes.
Ich möchte im Folgenden gern einen Blick hinter diese “Hochglanzfassaden” vornehmen. Ich hoffe auf ihr Interesse an Hintergrundinformationen, möchte aber vorausschicken, dass ich Ihnen die eine oder andere Unappetitlichkeit hierbei nicht ersparen kann. Die folgenden Sachverhalte sind anderswo bereits bittere Realität. Ob es in Wietze genauso kommen wird, wird die nähere Zukunft uns zeigen.

2. Warum überhaupt Antibiotika in der Tiermast?
Über das grundsätzliche Pro und Contra der Antibiotikabehandlung möchte ich an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren. Nur soviel, eine gezielte Behandlung einer Infektion kann, wenn sie verantwortungsvoll und durch einen erfahrenen Arzt durchgeführt und überwacht wird, sicherlich oft lebensrettend sein. Hier geht es um die Behandlung eines Individuums! Hingegen ist eine ungezielte Kollektivbehandlung eines Tierbestandes nach dem Gieskannenprinzip (Motto: “irgendein Tier wird schon krank sein”) sicherlich schädlich und führt u.a. zu den gefürchteten Resistenzen.
Die Verwendung von Antibiotika in der Tiermast geschieht bereits seit vielen Jahrzehnten. Bereits in den 1950er Jahren wurden in den USA Antibiotika einfach dem von der Industrie hergestelltem Futter beigefügt (1). Allerdings nicht zur Behandlung von Erkrankungen der Tiere, sondern als Wachstumsbeschleuniger! Die Dosierung liegt hierbei aber im sog. subtherapeutschen Bereich, d.h. in einem Bereich, der zur Behandlung einer Infektionserkrankung nicht ausreichen würde.
Und hier liegt bereits eines der Kernprobleme: Die Tiere fressen das Fertigfutter mit niedrig dosierter Antibiotika-Beigabe. Die im Tierorganismus enthaltenen Bakterien, die zur normalen Flora gehören, z.B. Hautkeime wie der Staphylococcus aureus oder Darmkeime wie der Enterococcus faecium kommen nun mit diesen Antibiotika in Kontakt. Durch u.a. ihre schnelle Vermehrungsfähigkeit sind Bakterien in der Lage, sich schnell an Umweltänderungen anzupassen, wie in diesem Fall das Vorhandensein eines Antibiotikums im Körper des Tieres (3). Die Bakterien ihrerseits werden in kürzester Zeit so mutieren (sich verändern), dass sie durch dieses Antibiotikum nicht mehr gefährdet sind. Die Resistenz ist da! Eine Behandlung dieses Tieres bei einer ernsthaften Infektion würde, auch in therapeutisch richtiger Dosierung, mit diesem “Wachstumsbeschleuniger-Antibiotikum” aus dem Futter nicht mehr funktionieren. Dieser Mechanismus ist ein grundsätzliches Problem in der Behandlung mit Antibiotika. Wenn Bakterienstämme gegen ein Antibiotikum resistent sind, ist es wirkungslos und ein neues muss entwickelt werden. Auch dann dauert es oft nicht lange, bis es auch hier wieder resistente Stämme gibt, dann ist auch dieses Antibiotikum wieder wirkungslos. Diese Schleife setzt sich endlos fort. Bekannt sind in den letzten Jahren sicherlich der ORSA (Oxacillin-resistenter Staphylococcus aureus) und der MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) geworden, von denen man auch immer wieder in der Presse liest. Auch von sog. multiresistenten Bakterien ist vermehrt zu hören. Diese haben sich so entwickelt, dass sie gleich gegen mehrere Antibiotika unangreifbar sind.
Obwohl diese Art der Antibiotikagabe im subtherapeutischen Bereich bereits seit 2006 wegen der Gefahr der Resistenzbildungen verboten ist, ist der Verbrauch der entsprechenden Antibiotika nicht zurück gegangen, sondern sogar angestiegen (2). Warum wohl?

3. Antibiotikatherapie in der Geflügelmast der Gegenwart
Die heute übliche antibiotische Behandlung in der Geflügelmast dient neben der Wachstumsbeschleunigung noch einem anderen Ziel: die Schäden und Erkrankungen an den Tieren zu behandeln, die durch Quälerei in einem kaum vorstellbarem Maß während eines sog. Mastdurchganges zu mildern. Natürlich nicht um der Tiere willen, sondern nur, um den Profit nicht zu gefährden. Um zu verdeutlichen, was ich damit meine, hier einige Einblicke in die heute übliche Hähnchenmast:
Das Hauptziel der heutigen Geflügelzucht ist Gewinnmaximierung durch Fleischproduktion. Dieses wird durch mehrere Faktoren erreicht: durch Züchtung spezieller Rassen, die diese Merkmale erreichen, durch Verfüttern von hochenergetischem Futter und dadurch Verkürzung der Mastdauer und durch Erhöhung der sog. Besatzdichte, d.h., mehr Tiere pro qm. Eine quantitative Angabe der Besatzdichte erfolgt in der Regel in kg/qm. Dies belegt eindeutig, dass hier das individuelle Tier keine Rolle spielt, sondern nur die produzierte Fleischmenge. Die übliche Besatzdichte liegt heute bei 30-38 kg/qm (2). Das bedeutet in der Realität, dass sich mehr als 20 Hähnchen einen Quadratmeter teilen. Ein einzelnes Hähnchen (1500 Gramm schwer) hat hier deutlich Platz weniger als die Fläche eines DIN-A4-Blattes! Es kann sich quasi nicht bewegen. Welch eine Qual.

Aber damit noch nicht genug: es geht noch weiter!
Gewichtszunahme: um den Mastdurchgang zu beschleunigen, muss die tägliche Gewichtszunahme gesteigert werden. Sie beträgt heute über 60 g pro Tag (vgl. 1985 ca. 38 gr.). So erreicht man in etwa 35 Tagen ein Schlachtgewicht von ca. 1500 Gramm.
Brustfleisch: Um hier die Ausbeute zu erhöhen und die “Fleischwüchsigkeit” zu verbessern, hat man den Brustfleischanteil von 17-19 % in den 1950er Jahren auf über 25 % heute erhöht (2).
Skelett: da das Skelett nicht im Gleichen Maße mitentwickelt wurde, sind diese Tiere oft nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen und zu stehen, sie hocken nur noch.
Herzschwäche: Durch dieses Hinvegetieren und auf die Schlachtung warten, sich dabei nicht zu bewegen, haben viele Tiere eine starke Herzschwäche, die zum Herztod führt. Je höher die Wachstumsrate, desto höher die Zahl der Herztode (4)
Bauchwassersucht (Aszites): beschreibt massenhafte Wasseransammlungen im Bauchraum als Folge einer gravierenden Leberschädigung. Dieses Bauchwasser “drückt” auf die Lungen und verursacht starke Atemprobleme (5).
Lungenwasser (Lungenödem): weiterhin begünstigt die Herzschwäche eine Wasseransammlung in der Lunge, die die Atemnot verstärkt.
Haut- und Gewebeinfekte: durch ständigen direkten Kontakt der Hähnchen mit ihren eigenen Exkrementen kommt es zu Erkrankungen der Haut und des Gewebes im Brustbereich. Außerdem leiden die meisten der Masthähnchen unter sog. Pododermatitiden, das sind schmerzhafte Entzündungen und Verletzungen im Fußbereich.
Um überhaupt den Großteil der Hähnchen diesen Mastdurchgang überleben zu lassen, ist in der heutigen Tiermast quasi ein “Dauerbeschuss” mit Antibiotika erforderlich. Nicht zuletzt immer noch wegen der Wachstumsbeschleunigung!

Ich möchte den letzten Absatz noch einmal zusammenfassen:
Ein Lebewesen (Hähnchen) wird so eng zusammengepfercht, dass es sich nicht bewegen kann, fristet ein kurzes Leben ohne Tageslicht, ist umgeben von seinen Exkrementen, frisst und frisst, kann nicht stehen, hat ein schwaches Herz und würde bei zu starkem Stress sterben und hat einen Großteil seines Lebens ständig das Gefühl, zu ersticken! Außerdem leiden diese Lebewesen Schmerzen (z.B. an den Füßen). Wie kann man nur diese Art der Tierquälerei unterstützen? Und letztlich geht es meistens nur um das Brustfleisch, den Rest kann man allenfalls noch nach Afrika verkaufen. Guten Appetit bis hierher schon mal.

4. Wie gelangen die resistenten Bakterien und Antibiotika in die Umwelt?
Solange diese Probleme mit den antibiotikaresistenten Bakterien “nur” die Hähnchen betreffen, mag ja der eine oder andere sagen: “Na ja, dass muss wohl so sein, damit wir alle was zu essen bekommen. Aber was da im Maststall passiert, geht mich weiter nichts an.” Weit gefehlt! Diese Antibiotika und auch die resistenten Bakterien haben inzwischen viele Teile der Umwelt erobert und sind ubiquitär zu finden. Dabei sind zwei Hauptverursacher ermittelt worden: die Humanmedizin (in erster Linie sicherlich die Krankenhäuser), aber als weiterer Hauptverursacher ist die Intensivtierhaltung zu nennen (3). Auch im Fleisch sind sowohl resistente Bakterien als auch Antibiotika nachzuweisen (6). Außerdem werden, wie beim Menschen, die resistenten Bakterien auch von Tier zu Tier weitergegeben (7). Die Gülleausbringung spielt ebenfalls eine große Rolle. Hier werden große Mengen kontaminierter Gülle auf die Felder gesprüht. Damit gelangen sie in die Pflanzen, die wiederum von Mensch und Tier gegessen werden. Ein perfekter Weg zur Weiterverbreitung. Auch gelangen die Bakterien und die Antibiotikareste über den Boden in die Gewässer. So ist die Aufnahme beispielsweise beim Baden im Badesee möglich (3).
Hier wird deutlich, dass die Mastställe und die Intensivtierhaltung nicht isoliert für sich betrachtet werden können. Sie haben direkten Einfluss auf die Umgebung, die Natur und die Problemkeime verbreiten sich rasend schnell. Ich möchte aus der jüngsten Vergangenheit nur mal an SARS erinnern, welches in kürzester Zeit einmal um den Globus wanderte und Millionen (Milliarden?) Tiere das Leben kostete.
An dieser Stelle ein weiteres Mal: “Guten Appetit”!

5. Welche Folgen hat das für die Menschen?
Jeder Mensch trägt viele Milliarden Bakterien in seinem Körper mit sich. Das ist auch gut so. Sie schaffen eine ausgeglichene Flora und tragen stark zum Gesundbleiben bei. Darmbakterien beispielsweise helfen regulierend bei der Verdauung mit, Hautbakterien unterstützen die Haut bei ihrer Schutzfunktion. Wenn jedoch Bakterien sich an Stellen im Körper vermehren, ”wo sie nicht hingehören”, wie zum Beispiel in einer Wunde, dann kann es im Körper zu einer Infektion kommen. Diese kann banal verlaufen, aber durchaus auch gefährliche, ja lebensbedrohliche Verläufe haben. Je nach Schweregrad wird sich ein behandelnder Arzt zur Therapie mit einem Antibiotikum entscheiden, wenn er dies für indiziert hält. In vielen Fällen kann der Mensch (auch das Tier!) damit geheilt werden.
Wenn nun aber der Mensch von einem gegen dieses Antibiotikum resistenten Keim befallen wird, kann die Antibiotika-Therapie so nicht funktionieren. Man verwendet in diesen Fällen sog. “Ersatzantibiotika”, die oft auch gegen das Bakterium wirken, aber meistens nicht so effektiv, wie das eigentlich bevorzugte.
So, und wo ist nun eigentlich das Problem? Wir haben Antibiotika und sogar Ersatzantibiotika. Also, alles in Ordnung, wir können also ruhig weiter die Hähnchen aus der Intensivmast essen! Oder?
Nein, denn inzwischen sind viele Bakterien nicht nur gegen ein Antibiotikum resistent, sondern zum Teil gegen acht (!) Antibiotika (3).
Das heißt, auch der Ersatz und der Ersatz des Ersatzes und so weiter greifen nicht. Viele dieser Menschen können damit nicht effektiv antibiotisch behandelt werden. Dies führt zu schweren Folgeschäden, wie etwa Gliedmaßenverlust, Erkrankungen des Gehirns, aber auch zum Tod eines Menschen (2). Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich etwa 400.000 bis 600.000 Menschen an Infektionen im Krankenhaus. Davon starben 40.000 Menschen im Jahr 2010 (2). Hierzu finden Sie sicherlich auch im Internet viele Beiträge, die diese Dramatik verdeutlichen.
Inzwischen sind neben Tieren auch viele Menschen “Träger” solcher antibiotikaresistenten Bakterien. Die Anzahl solcher “Träger” ist in Gebieten mit Intensivtierhaltung deutlich erhöht (8). Die Bakterien werden ja in diesen Gegenden, und bald auch in Wietze, ständig hin- und hertransportiert. Vom Kükentransport zum Stall, vom Stall zum Schlachten in den Schlachthof, durch Ausbringen der Gülle auf die Felder, und so weiter. Viele von uns könnten also bald auch das zweifelhafte Vergnügen haben, sog. ORSA und MRSA-Bakterien im Nasenabstrich nachgewiesen zu bekommen. Für einen Menschen mit intakter Immunlage ist das per se kein Problem, er trägt nur, wie viele andere auch, zur weiteren Verbreitung bei. In dem Moment aber, wo er auf Menschen mit beeinträchtigter Immunlage trifft, oder die eigene Immunlage sich ändert, wird das Problem eventuell akut. Er kann sich selbst anstecken oder aber andere, immungeschwächte Menschen.
So schließt sich dann der Kreis: wem das würdevolle Leben der Tiere nichts bedeutet oder wer einfach darüber hinwegsieht, den wird die Natur früher oder später einholen.
Mahatma Ghandi sagt hierzu: "Die Größe und der moralische Fortschritt einer Nation lassen sich daran ermessen, wie sie die Tiere behandelt ....."
An dieser Stelle ein drittes Mal: „Guten Appetit“.

6. Was kann ich tun, um zu verhindern, dass sich diese Katastrophe fortsetzt?
Müssen wir jetzt alle Vegetarier werden? Warum eigentlich nicht? Erforderlich ist es aber zur Problemlösung nicht unbedingt. Ich selbst bin auch kein Vegetarier, aber ich schaue genau, was ich esse und was nicht. Da ich bis vor wenigen Jahren noch in Hannover gewohnt habe, kann ich sagen, das ein verantwortungsvoller, und vor allem maßvoller Fleischgenuss hier “auf dem Lande” viel einfacher zu realisieren ist als in der Stadt. Es gibt viele Hofläden,  Bioschlachter, und Biofleischhändler auf den Märkten. Fragen Sie diese Leute gezielt, wo die Tiere herkommen und wie sie gehalten wurden, auch was sie gefressen haben. Der ernsthafte und ehrliche Bioverkäufer wird Ihnen gern Auskunft geben.

Auch in den Supermärkten gibt es seit geraumer Zeit eine Fülle an Bioprodukten. Hier wird man ebenfalls schnell fündig.
Und ganz wichtig: essen Sie Fleisch maßvoll! Wo steht geschrieben, dass man jeden Tag und zu jeder Mahlzeit Fleisch essen soll? Wenn wir unseren Fleischverzehr auf ein "gesundes" Maß herunterschrauben würden, dann bräuchten wir diese Tier(qual)fabriken überhaupt nicht mehr.
So hat es jeder einzelne von uns in der Hand, ob Ansiedlungen wie der Schlachthof in Wietze mit den Mastställen sich auf Dauer halten können. Also, denken Sie um! Und lassen Sie sich nicht von der Hochglanzwerbung täuschen! Seien Sie kritisch!

Und ein letztes Mal: “Guten Appetit”.
Vielen Dank.

Literaturangaben:
(1) Hammerum et al.; Antimicrobial-Resistant Enterococci in Animals and Meat: A Human Health Hazard?; Foodborne Pathogens And Disease, Vol. 7 Number 10, 2010; 1137 bis 1146
2) Focke, Hermann; Die Natur schlägt zurück, Pro Business GmbH, Berlin; 2010 ISBN: 978-3-86805-766-9

(3) Feuerpfeil et al. Antibiotikaresistente Bakterien und Antibiotika in der Umwelt; Bundesgesundheitsblatt-Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz, Springer-Verlag, 1999, 37-50
(4) Bergmann et al.; Untersuchungen über Vorkommen und Pathomorphologie des plötzlichen Herz- und Kreislaufversagens bei Broilern; Mh.Vet.-Med 43; 1992; 282-285
(5) Siegmann, Kompendium der Geflügelkrankheiten; Auflage 5; Paul-Parey-Verlag, Hamburg; 1993
(6) Bhargava et al.: Methicillin-Resistant Staphylococcus aureus in Retail Meat, Detroit, Michigan, USA (letter to the Editor); Emerging Infectious Diseases; www.cdc.gov/eid; Vol.17 No.6, June 2011; 1135-1137
(7) Mirzaagha et al.; Distribution and Characterization of ampicillin- and tetracycline-resistent Escherichia coli from feedlot cattle fad subtherapeutic antimicrobials; BMC Microbology 2011; 11:78
(8) Epidemiologisches Bulletin 2.Mai 2008 Nr. 18; Robert-Koch-Institut, Berlin; 141-146